Gewaltprävention an der RSO

 

1.  Im Rahmen der schulischen Erziehungsarbeit innerhalb der RSO sollen Schüler und Schülerinnen befähigt werden, sich sozial angemessen zu verhalten. Leben und Lernen innerhalb der Schule sind ohne ein Mindestmaß an sozialem Verhalten nicht möglich.  Um gewalttätiges Verhalten in jeder Form zu vermeiden, muss über das disziplinarische Handeln hinaus das soziale Miteinander trainiert werden; überdies müssen Schüler und Schülerinnen Hilfen und Wegweiser aufgezeigt bekommen, die ihnen eine Orientierung bieten.
2. Als Beispiel für eine wirkungsvolle gewaltpräventive Maßnahme im schulischen Alltag an der RSO sei hier auf  das Erarbeiten von Klassenregeln bzw. Klassenverträgen hingewiesen. Positive Auswirkung hat es, wenn Lehrerinnen und Lehrer gemeinsam mit ihrer Klasse Regeln  erarbeiten. Schüler und Schülerinnen fühlen sich ernst genommen und lernen eigenverantwortlich für und mit der Lerngemeinschaft umzugehen. Durchaus positive Erfahrungen haben wir an unserer Schule zum Teil auch mit Klassenverträgen gemacht. Lehrperson und Lerngruppe stehen sich als gleichberechtigte Partner gegenüber und treffen Vereinbarungen.
3. Die Streitschlichtung stellt ein Element der Gewaltprävention an der RSO dar. Primäres Ziel ist es, Gewalt zu minimieren, z. B. indem Schüler und Schülerinnen lernen, sich verbal angemessen zu artikulieren. Die Umgangsformen im Schulleben sollen dadurch positiv verändert werden, so dass ein verbessertes Schulklima auch langfristig spürbar wird. Der Grundgedanke der Streitschlichtung (Mediation) besteht darin, dass Kinder und Jugendliche gewaltfrei und selbstverantwortlich ihre Konflikte regeln können und dass wir ihnen das auch zutrauen können! Dabei wird der Konflikt nicht bei den Lehrkräften, der Schulleitung oder einer anderen Instanz abgegeben. Den Konfliktparteien wird die Kompetenz zugetraut, den Konflikt unter ihresgleichen mit Hilfe eines Vermittlers zu lösen. Die Kontrahenten sind für die Lösung verantwortlich, der Mediator für das Verfahren. Im Konfliktgespräch geht es nicht um das Recht (Schuld!), sondern um den Konsens. Das Ziel ist es, Verhaltensänderungen zu erreichen. Seit Beginn des Schuljahres 2003/2004 gibt es an der RSO eine Streitschlichter-AG, die sich aus Schülern und Schülerinnen der Jahrgangsstufe 9 zusammensetzt.