Berufswahlvorbereitung an der RSO

Ein kleiner Test?

Ausgezeichnet 2007 mit dem Bundesschulpreis!!!

Stand: Frühjahr 2008

Unseren Berufswahlfahrplan finden Sie hier im Wordformat!

Ein Schwerpunkt unserer Arbeit  

Schon seit langem ist die Berufswahlvorbereitung ein wichtiges Thema für alle Schulen geworden. Dies gilt besonders für die Schulformen, die die Jugendlichen nach Abschluss der Sekundarstufe I entlassen. So gibt es bereits seit 1984/85 an unserer Schule das Schülerbetriebspraktikum für die Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 9. Im Laufe der folgenden Jahre wurde kontinuierlich an einem Programm zur Berufswahlvorbereitung gearbeitet. Diese Vorleistungen sollen nun systematisiert und zu einem zentralen Punkt der städtischen Realschule gemacht werden.

 

I. Auftrag der Schule  

In Zeiten schwieriger Bedingungen auf dem Ausbildungs- und Arbeitsmarkt ist es besonders wichtig, dass die Schülerinnen und Schüler angemessen auf die wichtige Berufswahlentscheidung vorbereitet werden.

Hier hat die Realschule als allgemeinbildende Schule den Auftrag, im Rahmen einer allgemeinen Orientierung auf den Bereich Arbeit und Wirtschaft

·       alle Schülerinnen und Schüler zu befähigen und ihre Bereitschaft zu fördern, Strukturen der Wirtschafts- und Arbeitswelt und deren rasche und grundlegende Veränderungen zu erkennen 

·       Möglichkeiten der verschiedenen Formen von Arbeit in der Wirtschafts- und Arbeitswelt zu erschließen und für sich zu nutzen 

·       den Schülerinnen und Schülern ein möglichst breites Spektrum von Berufsfeldern vorzustellen

·       die Schüler zu befähigen, im Laufe ihrer Schulzeit verantwortliche Entscheidungen zum Einsatz ihrer Arbeitskraft im Wirtschafts- und Arbeitsleben treffen zu können (Dies setzt u. a. voraus, dass die eigene Berufswahl nach rationalen Kriterien getroffen wird. Hierbei ist es besonders wichtig, die Stärkung der Mädchen im Berufswahlprozess zu berücksichtigen.) 

Die Erreichung dieser Ziele gebietet, dass die Berufswahlvorbereitung möglichst viele Fächer einbezieht. Zudem müssen Lernformen ermöglicht werden, die von den Schülerinnen und Schülern Verantwortung, Handlungsbereitschaft, die Fähigkeit im Team zu arbeiten und Selbständigkeit verlangen.

 

II. Schuleigener, fächerübergreifender Lehrplan  

Ein schuleigener, fächerübergreifender Lehrplan zur Berufswahlorientierung liegt bereits vor. Er enthält für die meisten Fächer die Unterrichtsreihen, die die einzelnen Fachbereiche zur Berufswahlorientierung der Schülerinnen und Schüler – verbindlich – anbieten. Es ist Aufgabe der Fachkonferenzen, ihre Beiträge mit Blick auf das Ziel Berufswahlvorbereitung immer wieder zu überprüfen und zu optimieren.

 

 

III. Kooperationsmöglichkeiten, außerschulische Angebote  

·       Das dreiwöchige Schülerbetriebspraktikum (SBP) ist eingebunden in das Gesamtkonzept der Berufswahlvorbereitung durch Schule und Berufsberatung. Es bietet den Jugendlichen der Klassen 9 die Möglichkeit, die Berufs- und Arbeitswelt unmittelbar kennen zu lernen, mit ihrer sozialen Wirklichkeit vertraut zu werden und sich kritisch mit ihr auseinander zu setzen. Das Schülerbetriebspraktikum wird in den letzten drei Schulwochen vor den Osterferien durchgeführt. Es wird schwerpunktmäßig im Politikunterricht vor- und nachbereitet. Die Praktikantinnen und Praktikanten werden von Lehrerinnen und Lehrern, die in den Klassen 9 unterrichten, betreut. So lernen diese die Betriebe vor Ort kennen, was für die traditionell gute Zusammenarbeit zwischen der Realschule Oelde und der heimischen Wirtschaft eine wichtige Voraussetzung ist. Die Schule unterstützt selbstverständlich die Schüler, die in den Ferien ein zweites, freiwilliges Praktikum machen wollen. 

·       In der Jahrgangsstufe 8 wird seit dem Schuljahr 2000/2001 das dreitägige Projekt Jungen und Mädchen durchgeführt, inklusive einer Exkursion zur DASA nach Dortmund, in Zusammenarbeit mit den Handwerkskammern Ahlen und Beckum. Während der Projekttage wird die Schülerin/der Schüler u. a. mit folgenden Fragen konfrontiert: Wer bin ich? Wie schätze ich mich ein, wo liegen meine Stärken und Schwächen? Wie schätzen mich andere ein? Welche Fähigkeiten werden benötigt, u. a. in der Berufs- und Arbeitswelt? Wie sieht meine Zukunft aus, u. a. meine berufliche Zukunft? 

Ein wichtiges Ziel dieser Projekttage ist es, die typisch geschlechtsspezifische Berufswahl vieler junger Menschen in Frage zu stellen und so das Spektrum in Frage kommender Berufe deutlich zu erweitern. 

·       Betriebserkundungen sind fest in das Gesamtkonzept zur Förderung der Berufswahlfähigkeit eingebunden.

Die Klassenlehrer/Fachlehrer entscheiden mit der Schulleitung darüber, in welchem Jahrgang (schwerpunktmäßig Klasse 9/10), zu welchem Zeitpunkt und in welchem Fach Erkundungen durchgeführt werden sollen. 

·       Berufsberatung und Schule haben im Rahmen der Berufswahlvorbereitung den gemeinsamen Auftrag, die Entscheidungskompetenz gezielt anzubahnen, auszubauen und zu stärken. Die Berufsorientierung durch den Berufsberater beginnt an unserer Schule bereits ab der 8. Klasse. Sie richtet sich aber nicht ausschließlich an die Schülerinnen und Schüler, sondern auch an deren Erziehungsberechtigte. Die Angebote der Berufsberatung sind sehr vielfältig. U. a. sind dies regelmäßige Info-Treffs zwischen dem Berufsberater vor Ort, Herrn Kinder, und den Jugendlichen, Info-Abende für Eltern und Schüler, der BIZ-Besuch Anfang der Klasse 9, das Bewerbungstraining, verschiedene Einstellungstests, individuelle Beratungsangebote zur Berufswahlfindung und die Vermittlung von Ausbildungsstellen, die Beratung über weiterführende Schulen und nicht zuletzt eine Medienkombination aus mehreren Arbeitsheften, PC-Programmen und Informationsschriften der Berufsberatung.  

·       Die Kooperationsmöglichkeiten mit der heimischen Wirtschaft sind vielfältig und ausbaufähig. Neben der Betriebsbesichtigung besteht die Möglichkeit eines Bewerbungstrainings mit einem Ausbildungsleiter einer Firma durchzuführen. Dies gilt ebenfalls für das Vorstellungsgespräch. Zum Thema Ausbildungsvertrag gibt es bereits positive Erfahrungen einer Zusammenarbeit wie z. B. mit den Ausbildungsleitern größerer Firmen, ebenfalls bei dem Thema „Der Betriebsrat und seine Mitwirkungsmöglichkeiten“. Bei Fachkonferenzen, die z.B. das Schülerbetriebspraktikum oder die Berufswahlvorbereitung zum Thema haben, sollten Vertreter aus Oelder Betrieben eingeladen werden, um die Erwartungshaltungen der Firmen kennen zu lernen.  

Ansprechpartner für die Oelder Betriebe ist Herr Stefan Hofene. 

·       „Mach mit!“ ist eine Veranstaltung heimischer Betriebe und der Wirtschaft vor Ort für die weiterführenden Schulen in Oelde. Hier dreht sich alles um das Thema Berufsberatung. Angebote sind u.a. Talkrunden mit Ausbildungsleitern bzw. Personalchefs von Oelder Betrieben, Bewerbungstechniken, individuelle Bewerbungen am PC bis hin zu Einzelgesprächen mit Mitarbeitern der am Projekt „Mach mit!“ teilnehmenden Betriebe. Diese Veranstaltung wird es in Zukunft alle zwei Jahre geben, an der die Klassen 8 und 9 unserer Schule teilnehmen.

Die Betreuung der Schülerinnen und Schüler während des SBP wird von fast allen in der Jahrgangsstufe beteiligten Fachlehrer vorgenommen. Wir erhoffen uns dadurch eine intensive Beziehung zur heimischen Wirtschaft.

Geplant sind weiterhin Betriebsbesichtigungen des gesamten Kollegiums.